Ein rheinischer Sauerbraten

erobert Europa

Meine Eltern sind im Krieg aufgewachsen und mussten erleben was Hunger bedeutet. Daher hatte üppiges Essen später einen sehr hohen Stellenwert. Jeden Sonntag – und ich meine wirklich jeden! – gab es eine Vorsuppe mit Rind oder Geflügel, manchmal auch mit kleinen Mettbällchen und Eierstich. Danach krönte ein guter, deftiger Braten den sonntäglichen Mittagstisch. Meistens vom Rind, manch- mal vom Schwein und öfter beides zur Auswahl. Auch im Campingurlaub zu Ostern durfte ein guter Braten nicht fehlen! Ein Sauerbraten, zu Hause eingelegt und durch halb Europa geschaukelt, wurde an Ostersonntag liebevoll zubereitet und mit Klößen und Rotkohl, mal in Kroatien, Italien, Frankreich oder auch Spanien serviert. Und so manch ein Reisender blieb kurz stehen, hob die Nase in den Wind und inhalierte genüsslich den Duft der rheinischen Küche. Den Sonntagsbraten gibt es in meiner Familie nicht mehr. Wahrscheinlich habe ich genug Braten für zwei Leben gegessen… Doch den Sauerbraten gibt es auch bei uns 1-2 mal im Jahr, jedoch daheim… Sauerbraten für 4-6 Personen: 1,5 kg Rinderschmorbraten Salz, Pfeffer 2 große Zwiebeln 1 Bund Suppengrün 1 l trockenen Rotwein 500 ml Rotweinessig 250 ml Fleischbrühe 1 Päckchen Sauerbratengewürze (Wachholderbeeren, Senfkörner, Pimentkörner, Nelken…) 3 Lorbeerblätter Butterschmalz zum Anbraten Zuckerrübensirup nach Gusto 1 EL Tomatenmark Rosinen, wenn gewünscht Speisestärke und Rotwein zum Andicken Zubereitung: Rindfleisch waschen, trocken tupfen und von Sehnen befreien. In eine geeignete, dicht schließende Dose legen. Zwiebeln halbieren, Suppengrün putzen, waschen und klein schneiden. Essig und Rotwein im Topf erhitzen, Sauerbratengewürz, Lorbeerblätter und das Gemüse hinzufügen und kurz aufkochen lassen. Nach dem Abkühlen über das Fleisch gießen (Fleisch muss komplett bedeckt sein!) und im Kühlschrank, alternativ an einem kühlen, dunklen Ort mindenstens 3 Tage, besser länger marinieren lassen. Täglich wenden. Backofen Ober-/Unterhitze 180 Grad, Umluft 160 Grad vorheizen. Sauerbraten aus dem Sud nehmen (Sud durch ein Sieb gießen und aufbewahren!), trocken tupfen, mit Salz und Pfeffer einreiben und in einem Bräter mit Butterschmalz von allen Seiten anbraten, danach entnehmen. Gemüse mit den Gewürzen im Bräter anbraten und die Marinade hinzu gießen. Mit Brühe abschmecken (ich mag es lieber säuerlicher). Fleisch zurück in den Bräter geben und Abgedeckt ca. 2 Stunden im Backofen oder auch auf dem Herd garen. Braten entnehmen, die Sauce durch ein Sieb passieren, Zuckerrübensirup nach Gusto unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Speisestärke mit Rotwein glattrühren und die Sauce andicken. Mit Klößen und Rotkohl servieren. von Silke Bisenius hier veröffentlicht am 30.3.2021 Hier finden Sie weitere Geschichten von Hausmannskost und Festtagsessen

Ein rheinischer Sauerbraten

erobert Europa

Meine Eltern sind im Krieg aufgewachsen und mussten erleben was Hunger bedeutet. Daher hatte üppiges Essen später einen sehr hohen Stellenwert. Jeden Sonntag – und ich meine wirklich jeden! – gab es eine Vorsuppe mit Rind oder Geflügel, manchmal auch mit kleinen Mettbällchen und Eierstich. Danach krönte ein guter, deftiger Braten den sonn- täglichen Mittagstisch. Meistens vom Rind, manchmal vom Schwein und öfter beides zur Auswahl. Auch im Campingurlaub zu Ostern durfte ein guter Braten nicht fehlen! Ein Sauerbraten, zu Hause eingelegt und durch halb Europa geschaukelt, wurde an Ostersonntag liebevoll zubereitet und mit Klößen und Rotkohl, mal in Kroatien, Italien, Frankreich oder auch Spanien serviert. Und so manch ein Reisender blieb kurz stehen, hob die Nase in den Wind und inhalierte genüsslich den Duft der rheinischen Küche. Den Sonntagsbraten gibt es in meiner Familie nicht mehr. Wahrscheinlich habe ich genug Braten für zwei Leben gegessen… Doch den Sauerbraten gibt es auch bei uns 1-2 mal im Jahr, jedoch daheim… Sauerbraten für 4-6 Personen: 1,5 kg Rinderschmorbraten Salz, Pfeffer 2 große Zwiebeln 1 Bund Suppengrün 1 l trockenen Rotwein 500 ml Rotweinessig 250 ml Fleischbrühe 1 Päckchen Sauerbratengewürze (Wachholderbeeren, Senfkörner, Pimentkörner, Nelken…) 3 Lorbeerblätter Butterschmalz zum Anbraten Zuckerrübensirup nach Gusto 1 EL Tomatenmark Rosinen, wenn gewünscht Speisestärke und Rotwein zum Andicken Zubereitung: Rindfleisch waschen, trocken tupfen und von Sehnen befreien. In eine geeignete, dicht schließende Dose legen. Zwiebeln halbieren, Suppengrün putzen, waschen und klein schneiden. Essig und Rotwein im Topf erhitzen, Sauerbratengewürz, Lorbeerblätter und das Gemüse hinzufügen und kurz aufkochen lassen. Nach dem Abkühlen über das Fleisch gießen (Fleisch muss komplett bedeckt sein!) und im Kühlschrank, alternativ an einem kühlen, dunklen Ort mindenstens 3 Tage, besser länger marinieren lassen. Täglich wenden. Backofen Ober-/Unterhitze 180 Grad, Umluft 160 Grad vorheizen. Sauerbraten aus dem Sud nehmen (Sud durch ein Sieb gießen und aufbewahren!), trocken tupfen, mit Salz und Pfeffer einreiben und in einem Bräter mit Butterschmalz von allen Seiten anbraten, danach entnehmen. Gemüse mit den Gewürzen im Bräter anbraten und die Marinade hinzu gießen. Mit Brühe ab- schmecken (ich mag es lieber säuerlicher). Fleisch zurück in den Bräter geben und Abgedeckt ca. 2 Stunden im Backofen oder auch auf dem Herd garen. Braten entnehmen, die Sauce durch ein Sieb passieren, Zuckerrübensirup nach Gusto unterrühren. Mit Salz und Pfeffer ab- schmecken. Speisestärke mit Rotwein glattrühren und die Sauce andicken. Mit Klößen und Rotkohl servieren. von Silke Bisenius hier veröffentlicht am 30.3.2021 Hier finden Sie weitere Geschichten von Hausmannskost und Festtagsessen